Flüsterwitz

“Flüsterwitz”

PREMIERE im SCHLACHTHOF MÜNCHEN am 27.04.2018

Den Flüsterwitz erzählt man hinter vorgehaltener Hand. Er könnte Menschen in Hörweite beleidigen, sensible Damenohren kränken oder so wahr sein, dass er Machthabern gefährlich wird. Eigentlich ist der Flüsterwitz ein politischer Witz. Wenn man mit einem autoritären System haderte oder Repressalien befürchtete, erzählte man sich Flüsterwitze. Sind wir in unserer demokratischen Diktatur der Parteien so weit? Wer nicht in die politische Stromlinienform passt, wird gern für verrückt erklärt oder mit subtilen Methoden mundtot gemacht.

Nun lebt ja der Spaßmacher von Respektlosigkeit, aber die Luft wird dünn, weil Spott eben das beste Mittel ist, an den Stühlen der Obrigkeit zu sägen. Dafür tobt der Infokrieg im Netz,politisch inkorrekt, unsauber, paranoid. Mainstream gegen Fake News, Trolls, aber auch echte Raritäten, die man im Fernsehen nie hört. „Hoffentlich wird es nicht so schlimm, wie es schon ist“, hat der bayrische Komiker Karl Valentin gesagt. Das mulmige Gefühl wächst, dass man sich nicht mehr ganz frei äußern kann. „Des derfst ja net laut sagen“, hört man oft. Lautsagen ist aber wichtig – ma muaß reden mitanand, Gemunkel aus dem Dunkeln ins Licht heben, so geht Diskussionskultur. In Bayern, bei den Katholiken, bei den Moslems, bei der Auto-Lobby und deren Helfershelfern. In Facebook und Twitter jedoch verschwinden systemkritische Bemerkungen auf mysteriöse Weise, Accounts werden gesperrt oder gelöscht. Political Correctness wird zu Meinungsdiktatur, Gesinnungspolizei bevormundet die Bürger, die kontern mit Panikmache. Empörialismus entgeistert die Republik.

Sei du selbst die Veränderung, die du dir wünschst, heißt es so schön.

MEIN GOTT - ein Bibelkurs (Lesung)

MEIN GOTT – ein Bibelkurs

Lesung mit Lisa Fitz (von Robert Adé und Lisa Fitz)

Die Bibel ist das meistverkaufte Buch aller Zeiten. Möglicherweise auch das am wenigsten gelesene. Der Bibelkurs von LISA FITZ & ROBERT ADÈ will dem Leser Aspekte der Bibel nahebringen, die zwar nicht mehr verheimlicht, aber auch nicht vorgelesen werden.

Die Bibel ist das meistverkaufte Buch aller Zeiten. Möglicherweise auch das am wenigsten gelesene, heutzutage jedenfalls. Abgesehen von den heiligen und erbaulichen Teilen, die man im Religions-unterricht lernt und in der Kirche hört, bietet sie aber eine Fülle von Absonderlichkeiten.
Wer kennt schon Gebote Gottes wie: Ihr dürft keinerlei Aas essen. Du sollst es … einem Ausländer verkaufen. (5. Buch Mose, Kapitel 14, Vers 21a.)
Ebenso wenig wie folgender biblischer Rat besonders erbaulich scheint: Kohelet 7,3 Besser sich ärgern als lachen; denn bei einem vergrämten Gesicht wird das Herz heiter.
Ganz aktuell auch zu Zeiten von Wahnsinn in englischem Rindfleisch ein möglicherweise von einem Metzger in die Bibel geschmuggeltes Gebot: 
 1 Korinther 10,25: Alles, was auf dem Fleischmarkt verkauft wird, das esst, ohne aus Gewis-senhaftigkeit nachzuforschen.
Für unseren heutigen Sozialstaat klingt vielleicht ein bisschen hart:
2 Thessalonicher 3,10 Wer nicht arbeiten will, soll auch nicht essen.

Und eine biblische Weisheit, über die sich Politiker freuen dürften, lautet: Römer, 13,1 Jeder leiste den Trägern der staatlichen Gewalt den schuldigen Gehorsam. Denn es gibt keine staatliche Gewalt, die nicht von Gott stammt, jede ist von Gott eingesetzt. Das wird Frau Merkel gerne hören.

Auch die innere Logik der Bibel wird selten durchdacht. Jeder kennt den ersten Schritt der Schöpfung der Welt: Genesis 1,3 Gott sprach: Es werde Licht. Und es wurde Licht. Dies war sehr schlau von Gott, ansonsten hätte er mehrere Tage im Dunkeln arbeiten müssen, schuf er Sonne, Mond und Sterne doch erst am vierten Tag. Aber kaum jemand denkt darüber nach, welcher Art dieses Licht gewesen sein könnte.

„Mein Gott – Der Bibelkurs von LISA FITZ & ROBERT ADÈ“ will dem Leser Aspekte der Bibel nahebringen, die einem zwar nicht mehr verheimlicht, aber auch nicht vorgelesen werden.

Lisa Fitz - Der lange Weg zum ungehorsam

“DER LANGE WEG ZUM UNGEHORSAM” – Biografie (Lesung)

Ironisch, pointengeladen, treffsicher – die Autobiografie von Lisa Fitz

„Ich möchte am Ende meines Lebens nicht sagen müssen: Mein Leben hat allen gefallen, nur mir selbst nicht.“

Sie ist die Königin des Kabaretts, ihr Witz ist berühmt, ihre Wortgewalt unerreicht: Seit über drei Jahrzehnten steht Lisa Fitz auf der Bühne, Millionen haben ihre Programme live gesehen. Nun erzählt sie ihr Leben – vom Glück einer bayerischen Kindheit, dem Leben in einer Künstlerdynastie, der Intensität der ersten großen Liebe, von ihren Anfängen als Sängerin und Kabarettistin und der Bühne, die zu ihrem zweiten Zuhause wurde. Dabei blickt sie nicht nur auf persönliche Ereignisse zurück, sondern auch auf ein Stück Zeitgeschichte als Frau in Deutschland. Ein Stück Zeitgeschichte, das sie stets humorvoll, kritisch und scharfzüngig begleitet hat.

GALA

Lisa Fitz hat den sicheren Instinkt für Unterhaltung. Sie ist Dirndl- Mamsell, Pupperl mit Zuckerguss auf Highheels, Rocksängerin und Revolutionärin. Ihr Programm ist eine exzellente Mischung aus Talk, Rollenspiel und Liedern, aus Ernsthaftigkeit und Komik, aus Dirndl und Röhrenhose à la Tina Turner. Das alles mischt sie scheinbar leicht und mit schnellem Tempo. Die bayrische Kabarettistin nimmt kein Blatt vor den Mund. Wortgewaltig begeistert sie das Publikum – auch mit ihrer Musik, die mal zum Nachdenken anregt, mal richtig rockig einheizt. Lisa Fitz ist eine ganz Starke.

Und bei ihr lachen auch die Männer laut und herzlich. Dabei ist Fitz eine, die nicht nur spielen will, sondern auch beißt. Die den Wechsel zwischen purer Entertainment-Gaudi und Politkabarett ebenso oft und souverän vollzieht, wie den ihrer Garderobe. Vom Dirndl zum eleganten Schwarzen und zum legeren Blazer. Vom Granteln in Kalauermanier mit musikalischen Humptata-Einspielungen wechselt die Musikerin zu Passagen, in denen es still im Saal wird. Dabei ist Fitz weit entfernt vom immer etwas selbstverliebten Wutbürger-Stolz, dem Ich-bin-kritisch-und-wichtig- Getue, das nicht zuletzt gerade Kabarettisten gerne pflegen.