Wunderbar wandelbar: So präsentierte sich Lisa Fitz dem Publikum im Kubus in Ursensollen. Foto: Brückmann

Gelungene Auszeit von der „staden Zeit“

Lisa Fitz schlüpfte in Ursensollen in die Rollen von vier Frauen und zeigte den Zuschauern ganz genau auf, wo es hakt.
Von Andreas Brückmann

Ursensollen.Was für eine Bühnenpersönlichkeit. Was für eine Ausstrahlung. Was für eine höchst gelungene Darbietung im Kultur- und Begegnungszentrum Kubus in Ursensollen. Dessen Chefin Verena Sägenschnitter hatte Bayerns unumstrittene Kabarettikone Lisa Fitz eingeladen. Und „die Fitz“ hat mit einem unbeschreiblich vielfältig gelungenen Auftritt das Publikum mit- und auch herausgerissen.

Herausgerissen? Ja, genau, aus der vielbeschworenen „staden Zeit“. Denn wenn Lisa Fitz mit ihrem Programm „Weltmeisterinnen – gewonnen wird im Kopf“ auftritt, dann hat die Weihnachtszeit eine Pause. Dann wird und wurde es Zeit für ein höchst unterhaltsames Programm, fernab von jeglichem derzeit herrschenden Weihnachtsgeplänkel. Und dies tat gut, in der Zeit der auf Dauerschleife laufenden Weihnachtsprogrammhits.

„Demokratie hierzulande ist, wie wenn vier Füchse und ein Hase bestimmen, was es zum Abendessen gibt.“

Lisa Fitz

Vor fast ausverkauftem Haus verkörperte Lisa Fitz, die „Speerspitze des Frauenkabaretts“ aus Bayern, in ihrem gut zweistündigen Programm alles, einfach alles, was dem Durchschnittsbürger auf der Seele liegt. Vier Frauen sind Weltmeisterinnen in ihrem Universum und wissen ganz genau, wo’s hakt – ob Gesellschaft, Ehe oder Politik. Die Weltmeisterinnen sagen allen, was Kindern, Männern, Frauen und Staatslenkern in den Jahren des 21. Jahrhunderts fehlt, so könnte man das Programm zusammenfassen.

Anzumerken ist, dass diese Aussage mit viel vorhergehendem Sarkasmus verbunden war, also vor Gericht nicht verwertbar. Denn sonst könnte man Lisa Fitz auch als Spionin verklagen. Geheimagentin Olga Geheimnikowa gab dazu einen kleinen Einblick in die Unterschiede der Länder: „Wenn’s Dir in Deutschland schlecht geht, trinkst Wasser. Und dann springst von der Brücke. Wir Russen trinken Wodka, da liegen wir lediglich drunter.“

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