Programm-Archiv
Lisa Fitz in: Königlich Bayrisches Amtsgericht
Drei Einakter nach Ludwig Thoma
Erinnern Sie sich?
An Streithähne und Schlitzohren, an Amtsgerichtsrat Stierhammer und den bayerischen Ort Geisbach?
In einer kleinen verträumten Kleinstadt um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert treten viele Bürger der Stadt und Bauern der Umgebung vor das „Königlich Bayerische Amtsgericht“ – in der Hoffnung, dass sie beim klugen Amtsgerichtsrat ihr gutes Recht bekommen.
Das Königlich Bayerische Amtsgericht kommt erneut mit drei amüsanten Einaktern im auf die Bühne: Da wird gestritten, geschwindelt und zu guter Letzt geschlichtet. Das Ensemble um Kabarettistin und Schauspielerin Lisa Fitz ist Garant für einen vergnüglichen Abend, der mit Geschichten nach Ludwig Thoma das Publikum zurück in das Jahr 1912 versetzt.
Ob Majestätsbeleidigung, ein Schuss in den Allerwertesten oder das Zitat von Götz von Berlichingen – der Herr Amtsgerichtsrat hat hier wirklich alle Hände voll zu tun!
Alles Schlampen ausser Mutti!
Die respektlose Gesellschaftssatire von Lisa und Nepo Fitz
Alles Schlampen ausser Mutti! ist ausserdem eine Collage aus allgemeinen und speziellen Erlebnissen aus Privatem und Politischem, aus Leidenschaft, Gefühl und Intellekt. Dieses Kabarettprogramm spannt den Rock´n roll Bilderbogen: Nepo rockt und rollt - Lisa plays the guitar - Mom & Son singen und entertainen - die Zuschauer tanzen im Sitzen!
Aus dem Inhalt:
Mütter & Söhne – ein spezielles Kapitel der Familie & Gesellschaft, ein besonderer Bereich in der soziokulturellen Beziehungs-landschaft. Aus Söhnen werden erwachsene Männer – Liebhaber, Karrieristen, Familienväter, Politiker, Stars, Killer, Komiker, Versager, Heilige und Kriegstreiber.
Die Mutter
Die Mutter ist an allem schuld, heißt es. Der Vater ist eh nie da. Also ist Mutti die Wurzel allen Übels. »Wundert mich, dass man sie noch nicht abgeschafft hat!« lästert Lisa Fitz – und stellt sich die Frage: »Bin ich eine gute Mutter?« Und: Ist mein Sohn ein guter Sohn? – Sind wir zufrieden mit uns?
Was ist aus meinem Burle geworden und was wird aus ihm werden? Wird er mich verlassen, wenn er aus dem Haus geht? Kommt er wieder? – Wann? Und wie? Als wer.....?
Der Sohn
Ein Sohn steht unter großem Druck. Er soll all das verwirklichen, was Vati nicht geschafft hat. Er ist Hoffnungsträger und neue Generation. Er soll es besser machen – aber nach Anweisung von Mutti und Vati. Er soll Winner werden, wo Vati Loser oder Diktator war, er soll den Glanz in die Augen der Mutter zaubern. Mit dieser Hypothek im Rücken baut er sich seine Weltsicht und sein Selbstverständnis auf. »Du bist mein Augenstern!« sagt Mama. Der Sohn ist kleiner Star im Leben der Mutter –und je anspruchsvoller die Mutter, desto größer der Druck. Die Mutter ist quasi die erste Frau (die er sieht), die erste Beziehung, Maßstab aller Mädchen – an dem sich diese messen müssen, weil der Sohn sie daran misst.
Noch mehr Fotos vom Programm "Alles Schlampen ausser Mutti!"
Lisa Fitz in "Der deutsche Mittagstisch"
Ein Theaterereignis von Thomas Bernhard
Nazis statt Nudeln in der Suppe; Hakenkreuzplakate, die für einen Toten gehalten werden; ein Türke, der den Herrn Geißrathner auf dem Gewissen hat.
Die zwischen 1978-81 entstandenen Szenen „Der deutsche Mittagstisch“ sind böse, zwischen Kabarett und Slapstick changierende Porträts der damaligen Generation von Altnazis. Heute haben sie neue Aktualität.
Alte Vorurteile und überwunden geglaubte rassistische Klischees haben wieder Konjunktur. Ein wiederauferstandenes Feindbild geistert umher: Der Türke belagert aufs Neue das christliche Abendland!
Es dürfte ein seltenes Theaterereignis werden, wenn sich die Bernhardschen Hasstiraden mit türkischen Volksliedern kreuzen.
Mit: Lisa Fitz, Carolin Freund, Luise Kinder, dem Chor des türkischen Kulturzentrums Frankfurt, Leitung: Gültekin Demirtas
Inszenierung: Birgitta Linde
Eine Koproduktion des Künstlerhaus Mousonturm mit dem Gostner Hoftheater Nürnberg
Gefördert durch die Stadt Frankfurt, Dezernat für Kultur und Wissenschaft und durch das
Amt für multikulturelle Angelegenheiten
LEX MIHI ARS - Die Kunst sei mir Gesetz
Was ist eine Stehhose?
Womit kann man einen Preußen am meisten kränken?
Was unterscheidet menschliche Gene von denen des Schimpansen?
Sind wir Laborratten mit Geldbeutel geworden?
Oder Klatschjunkies mit einer inneren Haltung wie Seegras?
Wie fügt sich Nichtdenken, Depression und Bier zusammen?
LEX MIHI ARS heißt: Die Kunst sei mir Gesetz - in Bayrisch klingt´s wie das Götz-Zitat, das einem entfährt, wenn die Medienwogen über dem mit Medienlügen alleingelassenen Kleindenker zusammen schwappen.
Mit welcher Lebenskunst schlägt man sich durch? Wurstigkeit oder Kämpfertum? Vision oder Bier?
Lisas Vision:
Sich im fremd- und ferngesteuerten Gesellschaftsdschungel durch Selber-Denken wieder finden und lachen – aber g´scheit.
Wo soll man sich nach der WM-Euphorie die Schwarz-Rot-Geil-Fähnchen hinstecken und wer räumt das Leergut weg, die ganzen Flaschen in der Regierung? Wohin mit unserem Verständnis für alle Nationen?
Fragen über Fragen…. LEX MIHI ARS!
Der Inhalt
Das Land im Dornröschenschlaf, kein Prinz in Sicht, um die Zicke Bundesrepublik aus ihrem Euro-Koma zu erwecken, aus dem Dschungel der downgeloadeten Handyklin-geltöne und TV-Tussen-Gebabbel frei zu schlagen, zu kämpfen gegen den TV-Drachen, den großen Saurier mit dem kleinen Hirn, der nicht aussterben will, der speit und speit, Geschwätz, dumme Bilder, Gewalt-fantasien.
Der fleißige Deutsche ist eine Sagengestalt geworden und Gott zur Ente mutiert – Dagobert Duck.
Er ist misslaunig, der Teutone, er bockt auf der ganzen Linie. Er will nix kaufen, will sich nicht mehr vermehren. Geht´s in diesem Land noch um irgendetwas Anderes als um Arbeit und Geld?
Da bleibt uns nur noch die Kunst.
Lex Mihi Ars ...
die Kunst der Ignoranz, des Nicht-Denkens; die Kunst des Konsumierens, Heimwerkens, Rasenmähens und des Zappens ohne Ehekrach und des meditativen Autowaschens.
Aber auch ein urbayrisches sprachliches Drastikum, mi leckst am Arsch - seit Götz von Berlichingen Ausdruck urbayrischer Lebenskunst, sprachlicher Joker für ein Spektrum an Emotionen, sprachlose Bewunderung, Respekt, Ausdruck gemeiner Verachtung, Abwehr,
Schroffheit - und Seelenschutz.
Die feine Sinnsuche gegen die bodenständige, erdige, wildwüchsige, wildsaumäßige Urkraft und sprachlich zerklüftete Urwaldlandschaft des bayrischen Herzens! Goethe versus Götz. Sloterdijk versus F. J. Strauß, Wildschütz Jennerwein und Liesl Karlstadt.
Lisa versus Fitz eben.
